Kleidung und Auftreten des Kampfrichters

Der Kampfrichter

  1. Bekleidung des Kampfrichters

Im Bereich des DRB tragen die Kampfrichter abweichend von den UWW- Regeln schwarz-weiße Kleidung. Die Bekleidung des Kampfrichters besteht aus:

  • schwarzen Sportschuhen ggf. mit farblichen Absetzungen, aber dezent
  • dunklen Socken, empfehlenswert hier: dunkle Tennissocken,
  • schwarze Hose ohne farbliche Verzierungen,
  • schwarzer Stoff- oder Ledergürtel für die Hose.
  • weißes kurzärmeliges Poloshirt, vorzugsweise das DRB-Poloshirt,
    normale T-Shirts mit Rund- oder V- Kragen sind nicht empfehlenswert.
  • Als Überbekleidung empfiehlt sich eine weiße Jacke, weißer Pullover oder Jacke des DRB- Sportanzug. Eine andere farbliche Jacke, die aber klar erkennen lässt, dass es sich um eine Kampfrichterbekleidung handelt, ggf. mit Aufdruck z. Bsp. Kampfrichtervereinigung Darmstadt/Odenwald oder Kampfrichter Nordbaden, ist auch
    möglich.
  • Die Unterwäsche sollte ebenfalls dunkel sein, da verschiedene Stoffe nicht unbedingt blickdicht sind.

Diese Bekleidungsrichtlinie gilt für den gesamten DRB Bereich.

Als Grundsatz für die Kampfrichterbekleidung gilt: „Je schlichter desto besser“

Zur weiteren Ausstattung des Kampfrichters gehören:

  • Ein paar Armstutzen in den Farben Rot (linker Arm) und Blau (rechter Arm), die Größe der Armstutzen
    sollte 5 – 10 cm betragen.
  • Eine Sportpfeife aus Kunststoff oder Metall mit Band oder Kette, sodass diese um den Hals gehängt werden kann.
    Beachte: Die Länge der Kette sollte ungefähr bis zum Brust-/Bauchnabelbereich reichen, um sie entsprechend
    greifen zu können. Befestigungen an Hemd oder Fingern sind ungeeignet.
  • Je eine Gelbe und Rote Karte, um entsprechende Sanktionsmaßnahmen auszusprechen.
  • Ein dokumentechter Stift zum Ausfüllen der Punktzettel.
    Tipp: Hier sind Tintenfüller oder Filzstifte ungeeignet, da diese auslaufen können.
  • Taschentuch
  • Armbanduhr

Darüber hinaus sollte griffbereit in der Sporttasche o. ä. das Regelwerk, die Ausschreibung und ggf. Sonderbestimmungen für Mannschaftskämpfe incl. der Richtlinien und Kampfrichterhinweise sein.

  1. Auftreten des Kampfrichters

Hierzu gehören, außer dem Auftreten auf der Matte, entsprechende Umgangsformen und das äußere Erscheinungsbild des Kampfrichters vor, während und nach dem Kampf.

Grundsätzlich muss der Kampfrichte freundlich aber bestimmt auftreten.

Bei den Umgangsformen ist das „per Sie“ vorzuziehen, da dies einen gewissen Abstand zu den Sportlern und Funktionären darstellt. Jedoch sollten evtl. Duzfreundschaften nicht auf einmal zu „per Sie“ Angelegenheiten werden. Dies kann sehr schnell als Arroganz des Kampfrichters ausgelegt werden. Hier ist ein gewisses Fingerspitzengefühl nötig, um die richtige Balance zu  erreichen.

Auf der Matte muss der Kampfrichter klar und deutlich zu den Ringern bzw. Trainern und Funktionären sprechen. Die Lautstärke ist der Situation anzupassen.

Der Kampfrichter auf der Matte leitet den Kampf und bestimmt ihn nicht. Für die „Show“ sind grundsätzlich die beiden Ringer zuständig nicht der Kampfrichter. Die wenigsten Zuschauer werden wegen dem Kampfrichter in die Halle kommen, daher ist entsprechende Zurückhaltung zu wahren. Es sollten keine Diskussionen durch den Kampfrichter begonnen bzw. mit dem Kampfrichter während des Kampfes zugelassen werden.

Zum Erscheinungsbild noch ein paar Hinweise:

  • Die Kampfrichterbekleidung muss gepflegt und sauber sein und darf keine Schäden aufweisen
  • vor und nach dem Kampf sollte der Kampfrichter ebenfalls gepflegte Kleidung tragen. Arbeitskleidung ist nicht tolerierbar
  • vor und während des Kampfes darf kein Alkohol getrunken werden, da dies Anlass für Spekulationen bietet und den Kampfrichter angreifbar macht
  • die körperliche Reinlichkeit ist ebenso zu beachten

Sprichwort beherzigen: “Wie der Schein, so das Sein“

  1. Vorstellung des Kampfrichters beim Turnier 

Hier sollten im Rahmen der Begrüßung und vor der Eröffung durch den Veranstaltungsleiter des Turnier die Kampfrichter namentlich mit Vereinszugehörigkeit vorgestellt werden. Hierbei ist es wichtig, dass der Hauptkampfrichter klar ersichtlich wird. Daher sollte deser als erstes vorgestellt werden. Anschließend kann in alphabetischer oder kategoriespezifischer Reihenfolge fortgefahren werden.

Um dies zu gewährleisten ist durch den Hauptkampfrichter dem Veranstaltungsleiter eine Liste mit Name, Vorname und Vereinszugehörigkeit aller Kampfrichter zu übergeben. Möglichst in Form der Matteneinteilung. Im Rahmen dieser Vorstellung sollte auch das Wettkampfbüro genannt werden.

  1. Vorstellung des Kampfrichters beim Mannschaftskampf

Der Kampfrichter sollte zusammen mit den Mannschaften an die Matte herantreten (Einmarsch etc.). Dies ist jedoch von Verein zu Verein unterschiedlich, daher ist mit dem entsprechenden Verantwortlichen vorher, unter Einbindung des Kampfrichterbetreuer, Verbindung aufzunehmen und sich einweisen zu lassen.

Grundsätzlich hat sich folgende Reihenfolge bewährt:

Einmarsch der Gastmannschaft

Einmarsch des Kampfrichters

Einmarsch der Heimmannschaft

Vorstellung der Kampfpaarungen

Weiteres dazu unter Punkt „Vorbereitung des Kampfrichters“

  1. Vorbereitung des Kampfrichters

Die Vorbereitung eines Kampfrichters auf einen Mannschaftskampf beginnt nicht unmittelbar vor Kampfbeginn. Es ist ein langwieriger Prozess, der sich ständig ändernder Faktoren unterliegend, schon lange vor dem Kampftag beginnt. Die nachfolgende Aufzählung muss daher von jedem individuell bearbeitet werden. Sie erhebt kein Anspruch auf Vollständigkeit. Es wird als Beispiel eine Vorbereitung anhand eines Bundesligakampfes genommen.

Grundsätzlich nach Veröffentlichung der Richtlinien für Bundesliga:

  • Bestätigung der Kampfrichtereinteilung
  • Bearbeiten der Richtlinien und Hinweise für Kampfrichter (Neuerungen, Änderungen, Besonderheiten)
  • Besuch des DRB- oder Landesverbandlehrgangs zur Vorbereitung auf die Mannschaftsrunde

Vorbereitung Bundesliga (Kampfbeginn Samstag 19:30 Uhr auf der Matte)

Vorwoche vor Kampftag (3-5 Tage vorher)

Gegebenenfalls Verbindungsaufnahme mit Kampfrichterbetreuer des Heimvereins wegen Übernachtungsmöglichkeit. Wenn erforderlich Auswahl der Übernachtungsmöglichkeit. Grundsätzlich bestimmt der Kampfrichter welches Hotel er nimmt. Jedoch ist die Verhältnismäßigkeit der Unterbringung zu beachten.

Vortag vor Kampftag

  • Überprüfung der Kampfrichterbekleidung und Ausrüstung (gegebenenfalls schon Tasche packen)
  • Nach Möglichkeit auf ausreichend Schlaf achten und auf übermäßigen Alkoholgenuss verzichtenKampftag
  • frühzeitiges Aufstehen (keinen Stress entstehen lassen)
  • Tasche packen (wenn noch nicht geschehen)
  • rechtzeitiges Losfahren. Auch für Kampfrichter gilt die verbindliche Anfahrtszeit von 70 km/h. Jedoch sollten Pufferzeiten für Pausen, insbesondere bei längeren Fahrten und Beziehen des Hotels eingeplant werde
  • Ankunft am Kampfort ca. 16:30 Uhr. Beziehen des Hotels, letzte größere Ruhepause vor dem Kampf. Anschließend Abfahrt zur Wettkampfstätte.
  • ca. 17:30 Uhr Betreten der Wettkampfstätte. Meldung am Eingang an der  Kasse oder dem Kampfrichterbetreuer. Klärung des KFZ- Abstellplatz (möglichst zuweisen lassen), anschließend Umkleidekabine beziehen (auf Abschließbarkeit achten)
  • danach Kontrolle der Waage und Wettkampfstätte (beachte hierzu Kapitel „Kontrolle“)
  • Uhrzeitvergleich mit den Mannschaftsführern Heim + Gast
  • Erstellung der Reisekostenabrechnung und Mitteilung an Kampfrichterbetreuer
  • ca. 18:30 Uhr umziehen in Kampfrichterkleidung. Das Wiegen erfolgt grundsätzlich in Kampfrichterkleidung
  • ca. 18:35 Uhr zum Wiegeraum begeben
  • 18:45 Uhr Wiegebeginn. Empfang Wiegelisten, Wiegen, Passkontrolle (Beachte Kapitel „Wiegen“)
  • nach dem Wiegen sollte die Reisekostenabrechnung mit dem Kampfrichterbetreuer erfolgen. Hierbei sollten auch die Formalitäten zum Einmarsch geklärt werden
  • danach letzte Ruhrphase vor dem Kampfbeginn. Hierbei können evtl. Entspannungs- und/oder Aufwärmübungen durchgeführt werden
  • ca. 19:15 Uhr akustischer Signal zum Einmarsch
  • ca. 19:30 Uhr Kampfbeginn auf der Matte (sollten Ehrungen etc. vorgenommen werden, so ist entsprechend zeitiger einzumarschieren)
  • nach jedem Kampf ist der Punktzettel zu kontrollieren und zu unterschreiben (Siehe dazu auch Kapitel „Punktzettel“)
  • in der Pause kann schon das Wettkampfprotokoll kontrolliert werden.
  • nach Beendigung der Kämpfe ist die Siegerverkündung der Mannschaft durchzuführen sowie das Wettkampfprotokoll zu kontrollieren und zu unterschreiben
  • der weitere Ablauf unterliegt individuellen Gesichtspunkten

Abschließend gilt zu bemerken das jeder Kampfrichter für sich seine eigene Vorbereitung herausfinden muss.